Kindergartenreise zum Schloss Kyburg

KGReiseGestartet sind wir mit dem Zug von Frauenfeld nach Sennhof- Kyburg. Von dort nahmen wir den Weg zum Schloss zu Fusss in Angriff. In weiter Ferne konnten wir die Kyburg schon sehen, doch der Weg war noch weit.

Da unser Ziel hoch oben auf dem Berg liegt, führte uns der Weg steil hinauf. Doch die Kinder liessen sich davon nicht abschrecken. Zu gross war doch die Vorfreude auf die Führung durch die Gemäuer. Schliesslich wollten wir die Schloss KyburgGeschichte „In der Burg, da haust ein Drache“ hören. Nach der Führung durch die Schlossräume verbrachten wir die Mittags- und Spielzeit auf dem kleinen Spielplatz und im Schlossgarten. Mit dem Bus ab Kyburg fuhren wir auf dem Rückweg bis nach Effretikon und von dort aus wieder mit dem Zug zurück nach Frauenfeld.

Kindergartenreise von Nicole Gfeller
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Übergang Kindergarten – 1. Klasse

Bildschirmfoto 2018-05-21 um 14.14.11Lehrpersonen des Kindergartens und der 1. Klasse sind gemeinsam für die Gestaltung des Übertritts verantwortlich. Die Planung und Koordination liegt in Verantwortung der Schulbehörden und Schulleitungen. Besondere Beachtung gilt der Zusammenarbeit mit den Erziehungberechtigten.

Der Leitfaden_Uebergang_Kindergarten_1.Klasse_gemeinsam_gestalten bietet Schulgemeinden Hinweise zur Planung und Koordination des Übergangs, der Beobachtung und Dokumentation des Entwicklungsstands der Kinder, der Zusammenarbeit der Lehrpersonen und der Begleitung der Kinder und Eltern in diesem bedeutendem Entwicklungsschritt. Weiter finden sich Zielsetzungen, Massnahmen und Ideen aus der Praxis sowie eine Auflistung von Instrumenten, welche den Übergabeprozess unterstützen können.

Hier gelangt ihr direkt auf die AV - Seite:  https://av.tg.ch/volksschule-im-thurgau/organisation-des-unterrichts/schulorganisation.html/394#UebergangKIGA_PS
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Die IMTA 2018

image_previewGrundsätzliche Gedanken von Herrn Beat Benkler, Frauenfeld, Kanton Thurgau (CH) IMTA-Präsident 2005-2012





Ohne musische Bildung wäre die Schule ein Irrtum

Ob in Deutschland, in Österreich, im Fürstentum Liechtenstein oder in der Schweiz, ob am Rhein, an der Donau oder am Bodensee, die musische Bildung ist für uns Menschen von grosser Bedeutung. Die musische Bildung bringt Lebensfreude, Lebensinhalte, Lebensqualität. Dem kulturellen Festival der IMTA ist es ein Anliegen, dass Lehrpersonen befähigt werden, den kreativen Funken in jungen Menschen zu entzünden und die musischen Fähigkeiten noch stärker entfalten zu können. Musische Bildung ist nicht einfach ein Randfach, sondern eine Kernkompetenz, weil sie zu einer ganzheitlichen Bildung gehört. Musische Bildung heisst Fackeln entzünden und nicht Fässer füllen. Das Schwergewicht liegt im Machen und nicht in der Theorie.
Die musische Bildung ermöglicht Kindern und Jugendlichen, mit sich selbst in Beziehung zu treten: Die Bewegung des eigenen Körpers zu erfahren, das Lautwerden der eigenen Stimme zu erleben, die Ausdrucksfähigkeit der eigenen Hände zu spüren. Musische Bildung bietet Möglichkeiten, sich selbst zu entdecken und dabei zu lernen, dass es Bereicherung sein kann, auf andere angewiesen zu sein, das heisst zu erleben, dass wir einander bereichern können. In der musischen Bildung lernen junge Menschen ihre musische Kreativität zu entfalten. Kreativität entsteht durch Neukombinationen von Informationen. Kreativität ist die schöpferische Fähigkeit, Neues zu erschaffen. Alle Menschen haben die Anlagen dazu, kreativ zu sein.
Eine Bildung von Körper, Geist und Seele, das Erlernen von Emotionen und die Schulung von Empathie durch Freude am praktischen Tun und künstlerischem Erleben steigern die Lebensqualität. Öffentliche Auftritte fördern das Selbstbewusstsein und führen zu Handlungskompetenzen. Kreative Lösungsansätze, konstruktives Agieren und Denken in grösseren Zusammenhängen sind unabdingbare Elemente der musischen Erziehung. In den Eigenproduktionen entfalten sich Denken und Fühlen im Handeln gemeinsam und es bildet sich die Fantasie zur kreativen Gestaltung.
Das zentrale Merkmal der musischen Bildung ist das Prinzip der ganzheitlichen Menschenbildung. Sie eröffnet jungen Menschen den anschaulichen Zugang dazu, dass Kunst und Kultur unverzichtbare Formen des Verständnisses von sich selbst und von der Welt sind. Albert Camus hat gesagt: „Wenn die Welt klar wäre, gäbe es keine Kunst“.
Die musische Bildung‚ zu der insbesondere die Musik gehört, ist für uns alle sehr wichtig. „Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum“. Dieser wohl wichtigste Satz über die Bedeutung der Musik aus dem Munde Nietsches ist aktueller denn je. Tatsächlich gehört Musik für die meisten Menschen wie selbstverständlich zum Alltag. Das Anhören von Musik ist für mindestens 80% von uns die liebste Freizeitbeschäftigung. Allerdings nur 8% musizieren selber. Vor allem das Selbsttun steht in der musischen Förderung im Zentrum. Nur über eigenes Singen, Musizieren, Tanzen, Gestalten können die einzelnen Kunstsparten den Menschen näher gebracht werden. Die musische Bildung ist aber nicht nur mitprägend für die Persönlichkeit eines Menschen, sondern sie ist prägend auch für die Profilbildung einer Schule. Für die Schule - als „Welt im Kleinen“ betrachtet – kann das nur heissen:

„Ohne musische Bildung wäre die Schule ein Irrtum“.

IMTA = Ein Weiterbildungstag „Aus der Praxis – für die Praxis“

Die IMTA hat zum Ziel, in den Schulen das Bewusstsein für einen musisch-kreativen Unterricht zu fördern und beispielhaft Anregungen zu geben. Die IMTA ist eine Werkschau, welche aus der täglichen Arbeit von Lehrpersonen und ihren Schulklassen entsteht. Sie ist eine Ideenbörse für Musik, Theater, Kunst, Sport, Werken, Zeichnen und Gestalten, fächerübergreifend für alle Schulstufen, vom Kindergarten bis zur Pädagogischen Hochschule.
Musik: Gesang/Instrumental
Sport / Tanz / Gymnastik
Kunst
Musical / Singspiel
Ernährung / Kochen
Zeichnen / Malen / Gestalten
Theater
Installationen
Werken / Gestalten
Sprache / Literatur Performance
Wo die IMTA ist, ist ein Festtag. Kinder, Schülerinnen und Schüler, Jugendliche und junge Erwachsene, Lehrerinnen und Lehrer aus einer Region zeigen auf, was und wie sie in ihrem musischen Unterricht lehren und lernen. Ein Besuch der IMTA ist stets bereichernd und erfüllend! Willkommen sind alle Lehrpersonen aus dem ganzen Bodenseeraum. Auch die Öffentlichkeit ist eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht nötig und der Eintritt ist erst noch kostenlos. Jede IMTA ist einmalig, denn jedes Jahr wird sie an einem andern Ort und von andern Organisatoren, Schulen, Lehrpersonen, Schülerinnen und Schülern durchgeführt.
Die eindrucksvollen Darbietungen von Schülerinnen und Schülern unterstreichen Jahr für Jahr die grossen künstlerisch-musischen Talente, die in unsern Kindern und Jugendlichen schlummern. Sie belegen auch die grosse Fachkompetenz und den Reichtum an Ideen, mit denen es den Lehrerinnen und Lehrern gelingt, diese Talente zur Entfaltung zu bringen.
Die IMTA gibt Anregungen und Erkenntnisse für den täglichen Schulunterricht und ist im Besonderen auch eine wertvolle Ideenbörse für viele Schulhausprojekte und Schulfeiern. An der IMTA verschmelzen die verschiedenen Präsentationsformen von Ausstellungen, Vorführungen und Workshops, Unterhaltung und Weiterbildung, Begegnung und Erfahrungsaustausch über Grenzen hinweg zu einem nachhaltigen Erlebnis.
Die IMTA ist im Bodenseeraum der Treffpunkt für kreative und musische Lehrpersonen. Für den eigenen Unterricht ist die IMTA eine wertvolle Tankstelle. Ausgerüstet mit Fotokamera und Notizmaterial ist es möglich und auch erwünscht, Ideen zu sammeln, abzuschauen und sich inspirieren zu lassen. Dieser jährliche IMTA-Grossanlass wird jeweils von 3'000 – 5'000 Lehrpersonen und weiteren Interessierten besucht.

Die IMTA-„Schul-Länder“

Unter den Schulämtern rund um den Bodensee besteht eine internationale Arbeitsgemeinschaft, die sich der Förderung des musischen Unterrichts annimmt.
Folgende Schulämter sind in der IMTA verbunden:

Schulamt Lindau-Oberallgäu-Kempten (D)

Schulamt Donaueschingen (D)

Schulamt Markdorf (D)

Kanton Thurgau (CH)

Schulamt Albstadt (D)

Kanton St. Gallen (CH)

Schulamt Biberach (D)

Fürstentum Liechtenstein (FL)

Schulamt Konstanz (D)

Schulamt Vorarlberg (A)
Die erste Internationale Musische Tagung fand am 1. Juni 1957 in Kressbronn statt. Zum Abschluss der Tagung wurde die „Musische Arbeitsgemeinschaft Bodensee“ gegründet. Als Zielsetzung und Arbeitsweise beschloss man, gemeinsam die musische Arbeit an den Schulen zu fördern und zu vertiefen. Austausch, Begegnung sollen auch der grenznahen Verständigung Gleichgesinnter dienen: „Von jetzt an wird jährlich einmal an einem anderen Ort in einem anderen Land eine musische Tagung als freiwilliges Lehrerfortbildungsangebot stattfinden.“ Und in der Folge fand bis heute lückenlos jedes Jahr eine Internationale Musische TAgung statt – die IMTA!

Nachhaltigkeit

Niemand wird durch Schulunterricht zum Künstler, aber der Unterricht kann durch Erfahrung mit Kunst Interesse wecken und Lernwege öffnen. Wie bei der Musik, so heisst es auch in der Kunst, Erfahrung des Faches ist nicht nur Verstehen der Kognitionen, sondern auch Praktizieren und Herausbilden eigenen Könnens. Es gibt niemanden, der ästhetisch gebildet ist und darüber unglücklich wäre, also seine Fähigkeiten und sein Können am liebsten preisgeben würde; umgekehrt steht man vor einem schmerzhaften Verlust, wenn man begreift, dass man zu spät angefangen hat, sich für musikalische oder künstlerische Bildung ernsthaft zu interessieren.
Alle, die sich für eine musisch-kulturelle Erziehung der jungen Generation einsetzen, verdienen Dank und Anerkennung.

Weiter Informationen findet Ihr unter: www.imta-bodensee.com

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